PSV Grün-Weiß Kassel – TuSpo Grebenstein 3:0 (28:26, 25:23, 25:22)

Gegen den PSV Grün-Weiß Kassel wäre für die Volleyballer des TuSpo Grebenstein an einem normalen Tag wohl mehr drin gewesen. So musste der TuSpo in der Freizeitrunde Kassel eine weitere Auswärtsniederlage einstecken. Die Niederlage war allerdings so etwas von unnötig. Trotz guter Phasen und einzelner starker Leistungen gelang es unserem Team nicht, ihre Vorteile konsequent auszuspielen. Massenhaft verschlagene Angaben und eine schwache Ballannahme – so nutzten die Gastgeber die Schwächephasen der Gäste eiskalt aus und entschieden die Sätze mit 28:26, 25:23 und 25:22 für sich.

Der erste Satz begann für unser Team verheißungsvoll. Nach einem frühen 3:1 fand der TuSpo gut ins Spiel und setzten erste Akzente. Man lieferte sich zu Beginn ein echtes Kopf-an-Kopf-Duell. Nichts deutet darauf hin, dass sich ein Team früh absetzen könnte. Beim Stand von 14:10 verschaffte sich der TuSpo erstmals ein kleines Polster. Dieser Vorsprung hielt bis zum 21:16. Aber plötzlich riss der Spielfluss und das Momentum kippte zu Gunsten des PSV, der nun das Kommando übernahm. Fehlender Aufschlag- und Angriffsdruck des TuSpo ließ die Gastgeber immer besser ins Spiel finden. Break für Break kämpften sich die Hausherren zurück und sorgten dafür, dass Grebenstein nur drei Satzbälle bekam. Diese wehrten sie nicht nur ab – ihnen gelangen sogar drei Punkte in Folge, womit sie sich den Satz mit 28:26 in der Verlängerung holten. Übrigens die einzige Führung der Gastgeber in diesem Satz und die Strafe für ein unsicheres Auftreten des TuSpo in der Schlussphase!

Der Start in den zweiten Satz verlief denkbar ungünstig. Die Kasseler zogen schnell auf 2:5 davon, kleine Ungenauigkeiten öffnen den Gastgebern die Tür. Beim TuSpo reagierte man früh mit der ersten Auszeit. Doch der PSV lieb konzentriert und zwang Grebenstein mit guten Aufschlägen in die Defensive. Aber jetzt hielt Grebensteiner dagegen und kämpften sich zurück in Spiel (9:9). In der Folge bekam unser Block immer besseren Zugriff auf die gegnerischen Angreifer. Der PSV fand in dieser Phase des Spiel kaum noch Lösungen im Angriff. Zur Mitte des Satzes zog der TuSpo davon (17:13). Doch nun waren es Grebensteiner Fehler, die die Gastgeber immer wieder herankommen ließen. Der absolute Tiefpunkt waren fünf verschlagenen Angaben in Folge. So konnte man die Kasseler nicht abschütteln. Im Gegenteil beim 22:22 glichen sie erneut aus. Mit starken Aufschlägen seinerseits baute der PSV den Vorsprung auf 24:22 aus und hatte 2 Satzbälle. Grebenstein wehrte den ersten noch ab, dann verwandelte die Hausherren den zweiten zur 2:0-Satzführung.

Trotz des 0:2-Rückstands ging der TuSpo hoffnungsvoll in den dritten Durchgang. Und die Mannschaft zeigte eine Reaktion. Grebenstein spielte wieder mutiger, attackierte ohne Respekt vor dem Block und erspielte sich schnell wieder einmal eine Führung (7:4). Doch auch diesmal ließ die Konstanz nach. Der PSV kam mit starken Aufschlägen zurück, glich aus und gewann zunehmend an Selbstvertrauen (12:12). Wieder waren es vor allem Annahme- und Aufschlagfehler des TuSpo, die die Hausherren im Spiel hielt (17:17). Grebenstein blieb zwar spielbestimmend, doch der PSV steigerte sich in der Abwehr und ging mit einem kleinen Vorsprung in die Crunchtime (21:18). Hendrik Braun punktete zum 19:21, doch die Gastgeber spielten den Satz souverän zu Ende. Beim Stand von 24:22 landete ein Aufschlag der Hausherren  vermeintlich im Aus. Aber der Schiedsrichter gab den Ball gut und blieb nach kurzer Diskussion (auch einige PSV-Spieler hatten den Ball knapp im Aus gesehen) bei seiner Entscheidung. So endete der Satz 22:25 zum umjubelten Heimsieg für den PSV GW Kassel.

Der PSV war mehr als schlagbar. Am Ende steht eine völlig dumme und unnötige Niederlage. Ohne die vielen vermeidbaren  Eigenfehler hätte das Ergebnis genauso gut umgekehrt lauten können – wenn nicht sogar müssen.

Es spielten: H. Braun, J. Eichhorn, A. Jeske, C. Katrgadda, V. Lieder, E. Smolenicki, K. Schäfer und J. Kühlborn

Gastspieler: Janne Brande und Emil Beutin

Kategorien: Volleyball